Der Morgen in Sapporo begann mit einem Japanischen Fruehstueck und wurde mit einer Stadtbesichtigung fortgesetzt.
Hierbei besuchten wir den beruehmten botanischen Garten, wo wir auch zum ersten Mal die “Ureinwohner” von Japan, gennant Ainu, zu Gesicht bekamen, zumindest deren Utensilien und Geraetschaften. Sapporo hat nicht wirklich viele Attraktionen zu bieten, daher war der Vormittag sehr gemuetlich. Wir besuchten unter anderem auch noch das alte Rathaus und den Clock Tower aus Boston.
Am Nachmittag sollte es dann zum ersten Nationapark “Shikotsu-ko”, einem kleinen Dorf direkt am zweittiefsten See von Japan (360m), gehen. Dieses kleine Dorf liegt am Fusse eines noch aktiven Vulkans. Die Busfahrt, die wir beinahe verpassten, dauerte ca. 1,5 Stunden. Der Abend endete relativ frueh, da der folgende Tag einiges von uns abverlangen sollte.
Geplant war naemlich eine 7,5 km Radeltour zum Vulkan, von wo wir noch einmal ca. 3 Stunden zum Krater wandern muessten. Ungluecklicherweise regnete es in der Nacht und dieses Vorhaben fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Das Alternativprogramm sah einen Besuch in einem traditionallen japanischen Onsen (Thermalbad) vor. Danach wanderten wir auf den naechstgelegenen Berg, von wo aus wir einen herrlichen Ausblick auf den See und den Vulkan hatten.
Bei einem kurzen Spaziergang am See trafen wir auf mehrere japanische Schulklassen. Die Maedels unter den Schuelern duerften so von unserem Anblick begeistert gewesen sein, dass sie unbedingt auf ein Foto mit uns wollten. Also standen wir ein paar Minuten lang als Models zur Verfuegung und liessen einige Bilder von uns machen, eines haben wir als Andenken auch mit unserer Kamera gemacht. Wenn die Japanerinnen in unserem Alter auch so enthusiastisch auf uns reagieren wuerden, koennten wir uns hier glatt dauerhaft niederlassen! :-)
Danach nahmen wir den letzten Bus zurueck nach Sapporo, wo Georg noch zu einem japanischen Fast Food Restaurant lief, um das Abendessen zu besorgen. Uebrigens dauert das Fast Food in Japan wesentlich laenger als in Oesterreich, was auch der Grund warum, warum wir beinahe unseren Zug zum 2ten Nationalpark Toya verpassten.
In Toya uebernachteten wir in einem traditionellen Ryokan, das wir ohne die Hilfe eines englischsprechenden Japaners auf dem menschenleeren Bahnhof von Toya in der Nacht, nie und nimmer gefunden haetten. Die Chefin vom Ryokon, eine alte aber vitale Dame im hohen Alter, verstand leider kaum Englisch und wir konnten noch weniger japanisch. Nach ca. einer halben Stunde wilden Gestikulierens und Sprachversuchen in Japanisch, Englisch und sogar Deutsch, konnten wir uns auf eine Fruehstueckszeit einigen. Die Nacht war dann aber relativ ruhig.
Am naechsten Morgen ging es dann zur wichtigsten Sehenswuerdigkeit dieses Nationalparks. Die beiden aktiven Vulkane Usu-Zan und Showa Shin-zan (auf der Google Map vielleicht zu sehen).
Mit der Gondel ging es dann rauf zum Usu-Zan, von wo wir erst viele Stiegen bewaeltigen mussten, um in Sichtweite des Kraters zu kommen. Ein wenig spielten wir mit dem Gedanken, ueber die Abgrenzung zu klettern und uns dem Krater zu naehern, doch die japanischen Warnschilder und unsere Muedigkeit liessen uns davon Abstand nehmen.
Mehr ging sich an diesem Tag auch nicht mehr aus und gegen 20 Uhr nahmen wir den Zug zurueck nach Sapporo, von wo aus uns ein Nachtzug nach Tsuruoka bringen sollte. Im Zug mussten wir dann vom beruehmten Nightlife in Sapporo lesen, das wir an einem Samstag Abend gerade mit einem Nachtzug verliessen. Darueberhinaus hatte Georg an jenem Tag auch noch Geburtstag.
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1 Responses to "Tag 6 - 8 - Ueber Stock und Stein"
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Martin
Georg, das mit den fotogeilen Schulmädchen ist ja ein deja-vu für dich wenn ich mich da an Australien zurückerinnere ;)